Home
TermineMotor & PölServiceInteractionProjekteüber biotrieb
 
Pflanzenöl-Umbauten  |  Umrüstungsprojekte  |  technische Entwicklungen  |  Kooperationen  |  Transition
International Scout II

Zunächst wurde ein Biocar 2-Tank-System rund 15.000 km eingesetzt und problemlos betrieben. Anfang Jänner 2006 wurde ein neuer Bausatz konstruiert. Dieser besteht aus bekannten und gebräuchlichen Teilen aus der Installationstechnik, die notfalls auch jederzeit aus Altmetall auf einer Drehbank hergestellt werden können. Es wurde bewusst weitestgehend auf elektrische Bauteile verzichtet. Damit können Baumaschinen, LKWs und Traktoren in Ländern der Dritten Welt kostengünstig umgebaut werden. 

 

Umbaumassnahmen: Einbau eines zweiten Tanks, Verlegen der Pflanzenölleitungen, der Heizleitungen und der Stromkabel, Einbau der Steuereinheit, Einbau von Relais und Computer, Verbinden der Kraftstoffleitungen und Anlöten der Stromkabel.

 




Hier ist der für den Einbau vorbereitete Tank zu sehen



Hier ist das eigens ausgeschnittene Loch durch Durchleitung von Kühlwasser- und Pflanzenölleitungen zu sehen.

Bei den meisten Fahrzeugen ist ein Ausschneiden nicht notwendig, da oft vorbereitete Durchgänge zwischen Fahrgast- und Motorraum bestehen.




Hier wird das Relais im Motorraum verlötet:


Und hier sind die Zuleitungen zur neu eingebauten Steuereinheit bereits mit Flüssigkeiten (Kühlflüssigkeit, Diesel, Pflanzenöl) gefüllt, einem Testbetrieb steht nun nichts mehr im Wege.




 

Besonderheit des Umbaus: Die Herausforderung bei Geländewagen genauso wie bei Minivans und Lieferwägen ist es, einen geeigneten Platz für den Zweittank zu finden. Ist die zweite Sitzreihe eingebaut, ist der ideale Platz für den Tank direkt hinter der Rückenlehne des Rücksitzes. Wird aber die Sitzfläche entfernt, um zusätzlichen Laderaum zu gewinnen, verstellt der Zweittank in der Regel den Platz. Lösung: Der Tank wurde variabel eingebaut. Je nach Sitzreihenvariante wird der Zweittank entweder direkt hinter der ersten, direkt hinter der zweiten Sitzreihe oder parallel zum hinteren Radkasten platziert, so wird keine wertvolle Ladefläche verschenkt. Alle Ladekombinationen (Personen, Gebinde, Latten etc.) sind weiterhin möglich. Der Pflanzenöl-Tank mit 100 Liter Fassungsvermögen garantiert grosse Reichweite.

 

Probleme/Defekte: keine; durch die fehlerhafte Original-Diesel-Handpumpe, die mit dem Umbausatz nichts zu tun hat, haben sich die Einstellungsarbeiten im Anschluss an den Umbau unnötig in die Länge gezogen (zusätzliche 3 Stunden Fehlersuche). Das anfängliche "Sägen" des Motors im Leerlauf (kontiniuierliches Ansteigen und Abfallen der Drehzahl im Stand) wurde mit dem Vorverstellen des Einspritzzeitpunktes um 1-2 Grad behoben.

 

Resümee: Auch für Fahrzeuge mit variabler Ladefläche lassen sich Lösungen mit grossvolumigen Zweittanks finden.


Und so gings weiter:

Im Jänner 2006 wurden nun Computer, Relais und Steuereinheit ausgebaut, und eine andere Steuereinheit mit manuellen Regelventilen eingebaut. Damit fallen 95% der Elektrik weg, allein die Wasserpumpe verbleit zur Unterstützung im System.

 

Schwierigkeiten beim Umbau: Die Entlüftung des Systems ist langwierig, zumal die manuelle Original-Handpumpe leck ist (s. o.). Zusätzlich wurde nun eine Handbalgenpumpe verbaut, um im Pannenfall beim Entlüften Zeit zu sparen.


Sat, 19. May 2012


Bookmark and Share
 
 powered by crosscom.cc